Badeseenuntersuchung

Badeseen Untersuchung

Nicht nur Wasser, das wir als Lebensmittel zu uns nehmen bedarf einer bestimmten Qualität, um eine Gesundheitsgefährdung zu verhindern, auch Schwimm- und Badewasser sollten für ein ungetrübtes Badevergnügen hygienisch einwandfrei sein.

 

Die Qualität von natürlichen Badegewässern ist in der „Badegewässerrichtlinie“ gesetzlich geregelt. Neben der mikrobiologischen Untersuchung spielt die Prüfung der Transparenz mit Hilfe der so genannten Secchi-Scheibe eine besondere Rolle, und ist häufig ein Parameter der Probleme bereitet. Eine Abnahme der Transparenz kann ein Zeichen für eine Algenblüte im Gewässer sein.

 

Ein verstärktes Wachstum von Algen ist natürlich zum einen ein Hinweis auf eine gewisse Nährstoffbelastung des Gewässers. Problematisch ist jedoch auch eine bestimmte Algenklasse, die so genannten Blaualgen, die streng systematisch eigentlich zu den Bakterien zählen. Einige Arten dieser Gruppe sind in der Lage Toxine zu produzieren, die je nach Exposition auch tödlich wirken können. Aber auch beim Baden in mit Blaualgen belastetem Wasser konnte ein erhöhtes Auftreten von Durchfall, Grippe ähnlichen Symptomen oder Hautausschlägen beobachtet werden, obwohl keine Toxine nachzuweisen waren [Pilotto et. al. (1997): Health effects of exposure to cyanobacteria (blue-green algae) during recreational water-related activities. Aust. N.Z.J. Public Health 21 (6), S.562-568].

 

Wird im Mikroskop die Dominanz von Blaualgen festgestellt, empfiehlt das Umweltbundesamt ab einem Chlorophyll-a Gehalt von 40 µg/L eine Information und Warnung der Badegäste und ab einem Gehalt von 150 µg/L eine vorübergehende Sperrung des Sees [Empfehlungen zum Schutz der Badenden vor Cyanobakterien-Toxinen. Bundesgesundheitsblatt 1997 (7), S. 261 - 264]. Diese mikroskopische Analyse erfordert jedoch Zeit und gute Artenkenntnisse. So muss eine Algenprobe für eine mikroskopische Untersuchung zunächst 24h sedimentieren bevor sie im Umkehrmikroskops analysiert werden kann. Neben dieser klassischen Untersuchungstechnik ist das Institut für Gewässerschutz MESOCOSM GmbH in der Lage mit Hilfe modernster Technik (DF-Spektroskopie), die an der Universität Regensburg entwickelte wurde, die Algenzusammensetzung eines Gewässers innerhalb kürzester Zeit zu analysieren, und die Anteile der unterschiedlichen Algenklassen, also auch der Blaualgen anzugeben. Zudem wird gleichzeitig der Chlorophyll a Gehalt der lebenden Algen bestimmt, so dass eine zeitnahe Abschätzung des Risikos vorgenommen werden kann.

 

Für eine Abstimmung von individuellen Untersuchungspakten sowohl im Hinblick auf chemisch-physikalische und mikrobiologische Parameter als auch auf die Zusammensetzung der Algengemeinschaft eines Gewässers nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne.

 

 

 
 

Institut für Gewässerschutz
MESOCOSM GmbH

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